HOCKEmusik


Direkt zum Seiteninhalt

Chefdirigent und Komponist

Wolfgang Hocke

Als Chefdirigent am
Meininger Theater

Der ehemalige Chefdirigent GMD Rolf Reuter engagierte Wolfgang Hocke 1959 an das Meininger Theater. Bereits im ersten Jahr dirigierte Hocke "Fidelio" von Ludwig van Beethoven und "Die verkaufte Braut" von Bedrich Smeterna. Ein Jahr später übernahm Hocke den "Rosenkavalier" von Richard Strauss. Die erste eigene Einstudierung und Leitung war noch im Jahr 1959 die Operette "Der Bettelstudent" von Carl Millöcker. Zu den frühesten Kompositionen, die in Meiningen aufgeführt wurden, zählten das Ballett "Little Rock" und die Uraufführung der Sinfonischen Dichtung "Terpsichore".
1962 wurde Hocke 1. Kapellmeister und übernahm 1967 die Position des Chefdirigenten, die er 28 Jahre lang ausübte. Für seine künstlerischen Verdienste ernannte ihn das Ministerium für Kultur der DDR zum Musikdirektor. Später folgte der Titel Generalmusikdirektor. 1967 erhielt er den Max-Reger-Kunstpreis und im Mai 1989 den Kunstpreis der DDR verliehen.
Neben den Werken von
Richard Wagner (Lohengrin, Rienzi, Holländer, Walküre, Rheingold, Tannhäuser, Meistersinger) und den Werken von Richard Strauss (Rosenkavalier, Daphne, Arabella, Salome) war dem Meininger Musikdirektor auch die Pflege der Opern von Mozart, Beethoven, Tschaikowski, Janacek, Smetana, Weber, Verdi, Puccini wichtig. Die zeitgenössischen Opern waren durch Ur- und Erstaufführungen von Paul Dessau, Udo Zimmermann, Fritz Geißler, Alexander Cholminov und nicht zuletzt Wolfgang Hocke vertreten.
Im Konzertwesen pflegte Hocke neben der Klassik, Romantik und Moderne vor allem das sinfonische Werk
Max Regers, des Komponisten, der neben Hans von Bülow, Richard Strauss und Johannes Brahms zu denen zählte, die das Meininger Orchester künstlerisch geprägt haben.
Von besonderem pädagogischen Wert waren die zwölf Kinderkonzerte. Sie kamen auch an anderen Theatern und Orchestern der DDR zu zahlreichen Aufführungen. Das trifft auch auf die beiden Kinderopern
"Sechse kommen durch die Welt" und "Der gestiefelte Kater" zu.
Zu einem besonderen Gastspielhöhepunkt gehört die Uraufführung von Hockes Oper "Der Halsabschneider" mit dem Ensemble des Meininger Theaters während der Dresdner Musikfestspiele 1984. Nach der Vereinigung von Deutschland konnte das Orchester unter Hockes Leitung in den Gastspielorten konzertieren, die Max Reger in den Jahren 1911 bis 1914 bereiste: Berlin, Stuttgart, Bonn, Frankfurt/Main, Paderborn, Erlangen, Meppen, Schweinfurt, Hannover, Böblingen, Fürth, Itzehoe, Cuxhaven, Meschede, Erlangen usw. , ausschließlich mit Werken von Brahms, Reger, Beethoven, Bülow, Dvorak, Schubert und Hocke.
Als Dirigent gastierte Hocke in Polen, Bulgarien, Rumänien, Griechenland, Frankreich, in der Schweiz, Sowjetunion, Tschechoslowakei und in Luxemburg. Er wurde zu Konzerten bzw. Funkaufnahmen von den Orchestern Staatskapelle Dresden, Berliner Sinfonieorchester, Leipziger Rundfunkorchester u.a. eingeladen.



Heute betreut Hocke als Dirigent den Schweinfurter Chor "Liederkranz", hält Vorträge zur Musik bzw. Buchlesungen, gibt Orgelkonzerte und widmet sich seinem Hobby - der Komposition.


Letzte Bearbeitung: 28.11.2008
© Thomas Hocke - Meiningen


Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü